So gefährlich sind Schmierinfektion

Unter Schmierinfektion versteht man die Übertragung von Krankheitserregern durch Berühren eines infizierten Lebewesens oder kontaminierten Gegenstandes. Durch das Verschmieren infektiösen Materials wie Speichel oder anderer Körpersekrete können die Krankheitserreger über die Haut oder den Mund aufgenommen werden. Durch Schmierinfektionen werden häufig Erkältungskrankheiten übertragen. Auch eine Infektion mit dem Corona-Virus ist möglich. Denn Corona-Viren können laut Robert-Koch-Institut (RKI) bis zu 48 Stunden überleben. Eine wirksame Vorbeugung ist die ausreichende Handhygiene sowie eine direkte und einfache Handdesinfektion unterwegs.  

Wie werden Erreger bei einer Kontaktinfektion übertragen? 

Bei der Kontaktinfektion (manchmal auch als Schmierinfektion bezeichnet) werden Erreger über eine Kette von Berührungen weiter gereicht. 

Von Menschen zu Menschen


Wenn zum Beispiel ein Grippe-Patient in die Hand niest, haften die Viren im Anschluss an der Handfläche. Gibt der Erkrankte nun einem anderen Menschen die Hand, können die Viren weiterwandern. Falls dieser Mensch danach seine Hand zum Mund, zur Nase oder den Augen führt, kann er sich über die Schleimhäute mit dem Erreger anstecken. 

Über Gegenstände 

 
Auch an Gegenständen können Erreger haften. Werden beispielsweise Türgriffe oder Armaturen gemeinsam genutzt, können auch hier die Keime über die Hände weitergegeben und anschließend unbemerkt zum Mund geführt werden. 
Gründliches Händewaschen ist ein wirksamer und einfacher Schutz, um einer Kontaktinfektion vorzubeugen! 

Welche Krankheiten werden durch Kontaktinfektion übertragen? 

Besonders bei Durchfallerkrankungen spielt dieser Übertragungsweg eine wichtige Rolle. Kleinste Spuren von ansteckenden Stuhlresten gelangen bei der Schmierinfektion über die Hände weiter zum Mund. Dieser Übertragungsweg wird auch als fäkal-oral bezeichnet. Dadurch gelangen vor allem Erreger wie Noroviren oder Rotaviren in den Körper. 

Auch Adenoviren werden über Kontaktinfektionen übertragen. Die Erreger lösen zum Beispiel eine Bindehautentzündung aus. Eine Ansteckung geschieht hier, wenn der Erkrankte mit der Hand das Augensekret berührt und so die Erreger weiter reicht. Aber auch eiternde Wunden können zu einer Ansteckung führen, wenn die Eitererreger mit der Hand unbemerkt weitergegeben werden. Das gleiche gilt für Windpocken- oder Herpes-Bläschen. 


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